Speaker mit Hochschulzertifikat

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Viele von euch wissen es vieleicht nicht, aber bevor mich das Internet in die Finger bekommen hat war ich viele Jahre als Trainer, Dozent, Berater oder wie immer man es nennen möchte unterwegs. Mit dem DozentenScout betreibe ich seit vielen Jahren das wohl erfolgreichste Portal für Menschen der Branche Weiterbildung / Erwachsenenbildung. Lange Zeit war es für mich ein Bedürfniss die neuen Medien verstärkt in der deutschen Bildungslandschaft zu positionieren. Mit ein Grund, der mich damals aus dem Gebiet der Präsenzveranstaltungen vertrieben hat, war die für Nicht-Trainer kaum vorstellbare Dimension an Selbstdarstellern wie sie in diesem Bereich anzufinden sind.

Jeder von euch war sich mehr als einmal in einem Seminar oder Vortrag. Seien wir ehrlich, wie oft sind wir mit den Eindrücken des Tages ins Bett gegangen und waren der Meinung „Wow! Das was ich heute gehört habe, hat mich wirklich weitergebracht.“ … Genau! eigentlich nie, oder?

Nun sind es genau diese „Experten“ die sich auf die Fahne schreiben „das beste Programm das es weltweit gibt um ein Professional Speaker zu werden“ gebaut zu haben. Ja sogar von „Besten der Besten“ ist im Grußwort die Rede.

Bei aller Liebe, irgendwo muss der Irrsinn mal ein Ende haben. Selbst wenn die Inhalte gut gewählt und die Dozenten wirklich gute Wissenvermittler und Experten auf ihrem Gebiet wären, was rechtfertigt denn diesen Preis? Den potentiellen Teilnehmern im Werbeflyer vorzumachen, dass man später mit einem solchen Zertifikat leichter an tolle und gut bezahlte Speaker-Auftritte kommen könnte gehört in das Reich der Fabeln und Märchen.

Für bleibt zu hoffen, dass solche Angebote recht schnell wieder vom Markt verschwinden und sich Speaker, Dozenten, Trainer … wieder auf das konzentrieren was die Tagessaätze rechtfertigt, nämlich auf das Vermitteln von wahrem und mich weiterbringendem Wissen.

… schlecht unterhalten werde ich im TV schon genug ….

12 Gedanken zu „Speaker mit Hochschulzertifikat

  1. Ist etwas schlecht, weils teuer ist? Sollte man bei so einer Analyse nicht genau die umfangreiche Leistung gegenüberstellen, die 24 Tage Weiterbildung, die da drin stecken uvm.? Und das klingt nach: Was lang dauert, intensiv ist (und dadurch schwer billig sein kann) und mit Hochschulzertifikat abschließt, ist nicht empfehlenswert. Dann müßte Marco auch alle MBA-Studiengänge u. ä. verteufeln – das ist ein gesuchter Millionen-Markt. Und alle Trainer, die seit Jahren volle Kalender bei hohen Honoraren erzielen und damit viel Erfahrung weitergeben können, sind wohl auch dubios und schlecht. Sorry – aber das klingt nach dem üblichen Neidgedöns… auch nicht so selten in unserer Branche. Alles in allem: Keine faire und professionelle Bewertung. Da sollten alle Zweifel mal genauer hinschauen: http://www.gsa-university.org.

    Da macht die GSA mal eine substanzielle Ausbildung zu ihrem ureigensten Thema Speaking, dann wirds so pauschal kritisiert. Ich kritisiere die, die von heut auf morgen sagen „ich bin jetzt auch Speaker“ und diesen anspruchsvollen Beruf nicht richtig lernen. Wo würde denn Marco jemand (z. B. einen Trainer, Coach,…) hin empfehlen, der Vorträge in sein Portfolio aufnehmen und dieses Geschäft lernen möchte?

    Es reicht oft ein Satz, ein Wort, um das Leben eines Menschen positiv zu verändern. Schade, daß Marco dieses Erlebnis bei Vorträgen noch nicht hatte. Vorträge mit Trainings zu vergleichen, wäre Äpfel mit Birnen… Das sind komplett andere Aufgaben, die sich höchstens ideal ergänzen.

    In einem Punkt hat Marco recht: Die inflationären Superlative in unserer Branche sind lästig. Aber in dem Fall stimmts halt.

  2. Hallo Sigi,

    gehen einen hohen Preis wird sicher keiner etwas sagen wenn der Gegenwert stimmt. Hier wird aber ein Produkt künstlich mit Phrasen wertvoll gemacht. Die hier von der GSA angebotene Ausbildung ist sicher nicht die einzige am Markt die von Worthülsen getragen wird.

    „Neidgedöns“ .. worauf den um Gottes Willen? Ich sehe im Umfeld der GSA weit und breit nichts was ich gerne hätte.

    Du sprichst von „substanzieller Ausbildung“. Womit wird das denn belegt? Sag jetzt aber bitte nicht „Bei der GSA sind die Besten der Besten“ … Du kritisierst die, die von heute auf morgen sagen „Ich bin jetzt Speaker“, aber die GSA selbst ist voll von solchen Trainern. Mir stellen sich auch die Nackenhaare, wenn ich lese, dass „Speaker“ ein anspruchsvoller Beruf sei. Es gibt max. 10 Referenten in Deutschland die einem mit einem Auftritt auf der Bühne vor großem Publikum fesseln können … nicht einer von denen ist in der GSA, geschweige denn hat ein Zertifikat das ihn zum Speaker macht.

    „.. ein Satz, ein Wort, um das Leben eines Menschen positiv zu verändern.“ Das ist jetzt aber nicht Dein Ernst, oder?

    Auch die GSA schmückt sich nur mit Superlativen.
    … „Einmalig“ und „Die Besten der Besten“ …

    Grüße
    Marco

    P.S. Macht Herr Prof. Dr. Seiwert eigentlich auch diese Ausbildung mit?

  3. Hallo Marco,

    jetzt hatte ich gehofft, daß in Deinem Kommentar mal was Substantielles kommt, was Du KONKRET an der GSA University kritisierst und Dir als Verbesserung wünschen würdest. Aber leider wieder nur das oberflächliche „Alles schlecht!“.

    Das Wachstum und der Erfolg der GSA in den nur fünf Jahren seit Gründung isoliert Deine Meinung, nichts Attraktives an der GSA zu finden. Aber das ist okay und spornt uns nur an, noch attraktiver zu werden.

    Substanziell an der GSA University ist die thematische Konzentration auf den Speaker-Beruf, die einjährige Ausbildungsdauer, mit einem System, bei dem sich die Gruppe regelmäßig länger sieht und von einem zu anderen Termin die Umsetzung gefördert wird. Substanziell ist, einer universitären Prüfungsordnung und Hochschul-Qualitäts-Überwachung zu unterliegen, die Dozenten UND Inhalte/Konzepte freigeben müssen, um das staatliche Zertifikat zu bekommen. Substanziell ist, daß nur praxiserfahrene, erfolgreiche Trainer und Speaker trainieren, die Content emotional verankern können. Und noch einiges mehr…

    Wenn mich Anbieter stören, die von heut auf morgen Speaker werden, dann kann ich das nur kritiseren (wie Du), oder was dagegen TUN. Die GSA University ist der erste Schritt. Weitere werden folgen. Wir würden uns freuen, wenn Du uns unterstützt, wenn Du auch etwas dagegen TUN möchtest.

    Ich vermute, daß die GSA University für Prof. Seiwert zu viele Module enthält, die er schon bravorös umgesetzt hat. Da man einzelne Tage nicht buchen kann (Hochschulvorgabe), ist die GSA University für erfolgreiche, erfahrene Speaker wie Prof. Seiwert nicht wirklich sinnvoll.

    Zwei Deiner Aussagen sind leider erschütternd, da komplett realitätsfern:

    1. “.. ein Satz, ein Wort, um das Leben eines Menschen positiv zu verändern.” Das ist jetzt aber nicht Dein Ernst, oder?
    ===> Mein voller Ernst und tägliche Praxis.

    2. Mir stellen sich auch die Nackenhaare, wenn ich lese, dass “Speaker” ein anspruchsvoller Beruf sei. Es gibt max. 10 Referenten in Deutschland die einem mit einem Auftritt auf der Bühne vor großem Publikum fesseln können … nicht einer von denen ist in der GSA…
    ===> Nehmen wir mal an, es gäbe nur 10 solche Referenten: Dann wärs ein ÜBERAUS, EXTREM anspruchsvoller Beruf. Da widersprichst Du Dir selbst. Und Gott sei Dank gibt es viiiiiel mehr als 10, aber noch immer viiiiel zu wenig. Daher die GSA University.

    Und wie gesagt: Nur Superlative, die nicht stimmen, sind zu kritisieren.

    Viele Grüße

    Sigi

  4. Hallo Sigi,

    ich denke nicht, dass irgendwo der Vergleich GSA = alles schlecht von mir aufgestelllt wurde. Mir geht einzig und allein um das Produkt das da nun angeboten wird. Hier wird meiner Meinung nach für viel Geld etwas angeboten das in keinem Verhältnis zum späteren Nutzen für die Teilnehmer steht.

    Ob die GSA ein Erfolg ist magst Du sicher besser beurteilen können als ich. Für mich ist das nur eine weitere Vereinigung selbstverliebter „Experten“ die sich in regelmäßigen Abständen selbst feiert. Dies ist kein Vorwurf, denn solche Einrichtungen muss es auch geben.

    Es ist natürlich toll, dass die SHB die Dozenten UND Inhalte / Konzept abgenommen hat. Ich habe vor knapp 10 Jahren selbst mit der SHB zusammengearbeitet und weiß wie der Ablauf ist.

    Du bist doch auch einer der Dozenten der Veranstaltung. Welchen Content bringst Du denn emotional verankert an den Mann oder die Frau?

    Die GSA unterstützen ??? … Da treffen Welten aufeinander!

    Du meinst es reicht also, wenn man früher einmal ein Modul erfolgreich umgesetzt hat? Braucht es dann künftig nicht mehr zu verbessern? Ist dann egal wie man vor der Kamera rüberkommt?

    Zum Abschluss:

    Würde man wirklich mit wenigen Worten das Leben eines Menschen positiv verändern können, würde unsere Welt deutlich besser sein.

    Was ich vergessen habe. Die Speaker die es Wert sind Speaker genannt zu werden, haben in ihrer „Freizeit“ noch einen richtigen Beruf.

    Einen Superlativ verbinde ich auch mit der GSA … aber der gehört nicht hier her.

    Marco

  5. Lieber Sigi,

    ich glaube Du hast mich nicht richtig verstanden. Es war zu befürchten, dass viele Menschen sich an ein solches Angebot klammern. Mein Vorwurf ging eher in Richtung der Anbieter und nicht Richtung der Leute die das Angebot annehmen.

    Es ist keine „Qualifizierung“ die das Investment rechtfertigt . . . auch wenn das Teilnehmern so verkauft wird.

    Zeig mir einen, der nur weil er dieses Zertifikat in der Hand hat einen Auftrag bekommen hat den er sonst nicht erhalten hätte.

    Marco

  6. Hallo Marco,

    hab ich schon richtig verstanden. Ich wollte nur sagen, daß enorm viele im Markt nicht Deiner Meinung ist, sondern durch Teilnahme und Interessensbekundung zum Ausdruck bringen, daß wir als Anbieter einen super Job gemacht haben.

    Das Zertifikat allein bringt vermutlich ein paar mehr Aufträge als ohne. Es bringt aber sehr viel mehr Aufräge, wenn die Teilnehmer viel von dem Gelernten umsetzen. Und die Umsetzungsbegleitung ist ja auch ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes.

    VG

    Sigi

  7. Ich bleibe leider dabei. Du hast hast es nicht verstanden, oder willst mich vielleicht nicht verstehen. Was sind denn „enorm viele“? Die GSA verkauft nur einen weiteren Strohalm und ist nicht besser und nicht schlechter als als die anderen die „Bessere Chancen durch Qualifizierung bieten“

    Die GSA und sein Umfeld ist auch sicher nicht „der Markt“. Vielleicht kann ich mit ca. 15.000 Meinungsmachern aus dem Weiterbildungsmarkt eher sagen wie es tatsächlich um die deutsche Weiterbildungsszene steht.

    Also möge die GSA und ihr Vakum bitte weiter in ihrer Glückseligkeit sich auf die Schultern klopfen und die angeblichen Experten ihr Halbwissen intern verbreiten.

    Grüße
    Marco

  8. Die 15.000 solltest Du mal befragen, dann wären Deine Aussagen positiv, objektiver und fundierter. 15.000 ist viel, aber da ist die GSA mittlerweile weiter. Dort haben wir die GSA University natürlich bekannt gemacht und das Feedback war super. Das zählt, weit mehr als eine Einzelmeinung, die geprägt ist. Schade, daß Dein Blogeintrag nicht sachlich orientiert war – ich denke, das war’s, was mich am meisten gestört hat…

    Sigi

  9. Was soll ich die denn fragen? Ob Sie bereit sind knapp 10.000€ in ein Zertikat zu investieren? Den zweiten Teil verstehe ich nicht . . . „GSA ist mittlerweile weiter. . . „, . . . „dort haben die GSA University natürlich bekannt gemacht“ . . . ???

    Nicht sachlich? Nun das ist Deine Sicht der Dinge!

    Ihr könnt euch gegenseitig gerne noch weiter in den Himmel loben. Das mag ich keiner nehmen. Fakt ist aber, dass eine Mitgliedschaft bei der GSA oder die Teilnahme an der GSA-Uni nicht mehr Wissen beschert das man vermitteln könnte. Vielleicht mag man ein Händchen dafür bekommen, wie man Halbwissen besser verkauft.

    Solange der Markt hierfür noch Kunden hervorbringt, macht ihr ja alles richtig.

    Marco

  10. Was soll ich die denn fragen? Ob Sie bereit sind knapp 10.000€ in ein Zertikat zu investieren? Den zweiten Teil verstehe ich nicht . . . „GSA ist mittlerweile weiter. . . „, . . . „dort haben die GSA University natürlich bekannt gemacht“ . . . ???

    Nicht sachlich? Nun das ist Deine Sicht der Dinge!

    Ihr könnt euch gegenseitig gerne noch weiter in den Himmel loben. Das mag ich keiner nehmen. Fakt ist aber, dass eine Mitgliedschaft bei der GSA oder die Teilnahme an der GSA-Uni nicht mehr Wissen beschert das man vermitteln könnte. Vielleicht mag man ein Händchen dafür bekommen, wie man Halbwissen besser verkauft.

    Solange der Markt hierfür noch Kunden hervorbringt, macht ihr ja alles richtig.

    Marco

  11. Dieser Kommentar zeigt jetzt am Deutlichsten, daß Du nicht verstehen willst, um nicht auch von anderen gesagt zu bekommen, wie unsachlich, subjektiv umd neben den Fakten Deine Aussagen sind. Aber es ist ja Dein Blog…

    VG

    Sigi

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