Social CEO – The next new thing

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Wie sehr muss ein Chef heute Social sein?

Eat you own dogfood! Ein Chef, der entscheidet „ab jetzt ist mein Unternehmen in den Social Media aktiv vertreten“ muss das selbst auch vorleben. Denn dieses Vorhaben funktioniert nur, wenn alle Mitarbeiter ihren Möglichkeiten entsprechend mitwirken und im Chef eine Identifikationsfigur sehen können.

Leichter gesagt als getan? Eigentlich nicht. Nur handeln müssen alle Akteure. Oft einfach nur nach Menschenverstand.

Die Hausaufgaben von Marketing und PR-Abteilung sind klar. Die Verantwortlichen müssen ihre Strukturen umstricken. Neben der Ergänzung der Social-Media Kanäle ist auch die Resonanzanalyse fällig. Quantitativ und vor allem qualitativ. Wer heute noch Fans und Follower kauft und mit hohen Zahlen brillieren möchte, wird wohl kaum Lobhuldigungen erhalten, solange die für ein Unternehmen wichtigen Themen nicht Bestandteil der Social Media Kommunikation sind und die Fans und Follower nicht interagieren.

Interaktion ist das A und O von erfolgreicher Social Media Kommunikation. Ohne Interaktion mit den Anspruchsgruppen werden die Themen auch nicht antizipiert und auch nicht zu neuen, potentiellen Zielgruppen weitergetragen.

Klar. Der CEO soll Vorbild sein für alle Mitarbeiter. Leichter gesagt als getan. Der deutsch-französische Arzt und Philosoph Albert Schweitzer sagte: „Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.“Die Chefs müssen sich Zeit frei schaufeln für die Interaktion. Das kann einfacher sein als manch einer denkt. Einfach während der Morgenlektüre der einschlägigen Fachzeitschriften das Gelesene auf Facebook, Twitter und LinkedIn teilen und kommentieren. Nicht aus jedem Kommentar entbrennt eine flammende Diskussion. Aber jeder Kommentar ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit in den relevanten Kanälen.

Viele Chefs haben das Privileg bei wunderbaren Festen und Empfängen eingeladen zu werden. Diese Events schreien nach einem Selfie und müssen für die Social PR genutzt werden. Der Selfie ist salonfähig geworden und ein Chef, der Selfies macht wirkt bodenständig und nicht abgehoben und last but not least menschlich.

Chefs, die sich zu fein sind selbst in den Social Media zu schreiben, haben nicht das Zeug zum Social CEO. Sie denken sicher, dass sie ökonomisch denken, wenn sie ihre Sekretärin damit beauftragen für sie zu bloggen zu twittern und Beiträge auf Facebook abzusetzen. Auch ohne eine Person / einen bestimmten Chef persönlich zu kennen, spüren die Leser schnell ob ein Text authentisch ist oder einfach nur krampfhaft bemüht nichts falsches zu schreiben.

Macht hingegen der Chef vor, dass das Einbinden der Social Media Kanäle in den Berufsalltag kein Hexenwerk ist, dann trauen sich auch die Mitarbeiter mitzumachen und finden schnell den richtigen Ton. Kommunikationsabteilungen bereiten gern Social Media Guidelines vor, an die die Mitarbeiter sich halten sollen. Warum nicht. Aber diese Guidelines sollten nicht überfüllt sein mit Regeln, die vor Aktivitäten eher warnen als dazu animieren. Dass kein Mitarbeiter über Interna und Gehalt öffentlich schreiben darf, ist sicherllich jedem bekannt.

Bleibt noch die Frage der Identitäten.

Nein. Die Frage stellt sich eben nicht! Wer ernsthaft und seriös in den Social Media Kanälen agieren will, muss selbstverständlich seine wahre Identität nutzen.

Der digitale Wandel erfasst jedes Unternehmen über alle Branchen hinweg. Smartphones und Social Media krempeln Kommunikation und Handel komplett um.

„Wer sich hingegen dem digitalen Wandel zu entziehen versucht, riskiert nicht weniger als seine Zukunft. “ Unternehmen müssen zeitnah die richtigen Weichen stellen, um noch über die nächste Dekade hinaus erfolgreich agieren zu können“, mahnt Dwight Cribb, Gründer und Geschäftsführer der Dwight Cribb Personalberatung.

Aber wo bleiben nur die lieb gewonnen Gewohnheiten ohne Social Media leben und arbeiten zu können?

Für diese Gewohnheiten ist Platz in der Old Economy. Ohne Wille zur Veränderung bleiben die Unternehmen stehen. Der Wille muss kommuniziert werden und zwar Top Down und auch vorgemacht werden.

Nicht selten kommt es hier zum Zusammenstoß der Kulturen. Personalabteilungen arbeiten auf Hochtouren und müssen für ihre Mitarbeiter (nicht nur die älteren) Schulungen und Workshops organisieren!

Genauso wie es in den letzten zwanzig Jahren normal geworden ist eine Firmenwebsite zu haben, erhalten jetzt die Social Media Kanäle Einzug in die Kommunikationsabteilungen. Allerdings ist der Start oft nicht ganz einfach, müssen doch über viele Hierarchien hinweg viele Abstimmungen getroffen werden.

Peter Aceto, CEO of ING Direct Canada und Toronto’s Communicator of the Year sagte folgendes:

“Successful leaders will no longer be measured just by stock price. Managing and communicating with shareholders, employees, government, community, customers, will be table stakes in the future.”

Leslie Gaines-Ross, Chief Reputation Strategist, Weber Shandwick sagte folgendes:

“Companies that are truly social and engage their employees and customers in genuine conversation will be recognized as the new corporate leaders. CEOs who are social will be the next new thing.” 

 

Folgende Vorteile bringt der neue Social CEO mit sich:

  • Er verteilt persönlich die Nachrichten seine Firma betreffend öffentlich
  • Er verbessert den Ruf der Firma
  • Er vermenschlicht seine Firma, verbessert die automatisch die Mitarbeiterkommunikation und baut Media Relations auf
  • Er kann persönlich Krisenmanagement mitgestalten und übernehmen und evtl. Krisen lösen.
  • Er kann selbst Beziehungen zu Vertretern der Neuen Medien etablieren
  • Er zeigt Innovationen persönlich
  • Er verstärkt das Vertrauen in seine Firma
  • Er zieht neue Kunden an
  • Er kann direkt mit den Kunden kommunizieren. Kunden fühlen sich ernst genommen.
  • Er kann selbst Bewerbermanagement betreiben

Interessant sind auch die folgenden Fakten – gefunden bei http://heidicohen.com/the-social-media-opportunity-23-of-fortune-500-ceos-miss/

2012-Social-CEO-Index-Infographic

 

 

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