re:publica 2012 … Es ist, was Du daraus machst!

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Nun liegt sie hinter uns, die re:publica 2012. Nach meiner Pause, war ich in diesem Jahr mehr als gespannt wie sich die re:publica als Event weiterentwickelt hat. Da ich am ersten Tag noch nicht dabei war, konnte ich mir die

„KeyNote“ von Sascha Lobo erst heute aus der Konserve anschauen. Fazit der fast 30 Minuten Unterhaltung durch Sascha? Bloggt mehr! Sicher wäre es zu wünschen, dass mehr Leute in Deutschland konsequent einen Blog betreiben, aber zu diesem Thema möchte ich später noch was sagen wenn es um meinen Kommentar zur Session „Blogvermarktung in Deustchland“ geht.

Meine re:publica begann als am Tag 2 mit einem Vortrag von Tim Pritlove über die zweite Welle des Podcastings. Rhetorisch sicher ein 1a Vortrag, doch wage ich zu bezweifeln, dass das Thema sich wirklich in den kommenden 12 Monaten weiterentwickelt bzw. die Zuhörer nicht bereits einen entsprechenden Wissenstand in Sachen Podcasts gehabt haben. Überfüllte Räume in einem Panel mit Sascha Lobo und undeinem Vortrag zu „Telekom hilft“ führten dazu, dass ich mich dann auf die Kontaktaufnahme zu Gesprächspartnern im Außenbereich machte. Wie bei 99% aller Veranstaltungen dieser Art zeigte sich dann auch auf der re:publica 2012, dass der wertvolle Input eben dann doch NICHT aus den Vorträgen zu holen ist, sondern in den zahlreichen Gesprächen abseits der definierten Räumlichkeiten.  Tag 1 neigte sich so dann recht kurzweilig dem Ende zu und ich nahm mir vor am letzten Tag dann doch wieder einigen Vorträgen und Panels eine Chance zu geben.

Als einer der ersten Zuhörer nahm ich am Freitag morgen Platz um mich der Runde von Nico Lumma zum Thema Blogvermarktung zu widmen. Vasco von Mokono, Jörg Blumtritt von MediaCom und René Walter (Nerdcore.de) sollten Licht in das Dunkel rund um das Thema „Wie verdiene ich Geld mit meinem Blog“ bringen. Fazit hier! Für 99% der Blogger in Deutschland fehlt die Finanzierung mangels Reichweite flach! Ein wenig Einseitig finde ich, aber damit das in Zukunft nicht so bleibt, arbeiten wir ja an Spreadly intensiv weiter und bieten so ALLEN Blogger ein sinnvolles und lukratives Erlösmodell. Ein wenig ernüchtert über die Oberflächlichkeit dieser Gesprächsrunde, nahm ich ein paar Club-Mate zu mir und bereitet mich auf mein Meeting mit 2 Entwicklern von Flattr vor. Allein für diese halbe Stunde hat sich die Reise nach Berlin gelohnt.

Nach ein paar Sonnenstrahlen im Hof ging es dann in den Co-Funding Bereich. 3 Betreiber von solchen Co-Funding Plattformen stellten sich und ihr Modell vor. Ich finde allein schon den Begriff „stille Beteiligung“ (und das für 6 Jahre) nicht praktikabel und habe meine Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Modell in Deutschland. Also schnell wieder raus aus dem Saal und auf Gesprächspartnersuche in freier Wildbahn.

Als ich dann im Taxi nach Tegel saß (wohl das vorletzte Mal) gingen mir die folgenden Fragen durch den Kopf.

  1. Wäre es nicht ideal, wenn sich die „Crowd“ die auf der re:publica war sich auf EINER Veranstaltung mit den „Business-Kaspern“ austauschen würde die kommende Woche auf der NEXT sein werden?
  2. Warum muss es zwischen diesen beiden Veranstaltungen dann auch noch eine weitere geben? #heureka
  3. Warum gibt es auf einem Event in Berlin ausgerechnet FRITZ KOLA aus Hamburg?
  4. Wann hören Veranstalter solcher Events endlich damit auf Standplätze an Unternehmen zu verkaufen?
  5. Wie kann es ein, dass ein Karton mit Armbändern geklaut werden konnte die dann vor den Toren der re:publica zu Low-Budget Preisen angeboten wurden?
  6. Wann hören Teilnehmer solcher Events endlich auf sich über fehlendes WLAN zu beklagen? und …
  7. Warum habe ich immer das Gefühl, dass man sich in Deutschland gegen Innovationen und Veränderungen wehrt?

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