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Facebook – Sichtbarkeit erkaufen ist der falsche Ansatz

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Keine Überraschung, dass Facebook vor ein paar Tagen mit dem Rollout einer Funktion begonnen hat, die es Nutzern erlaubt die Sichtbarkeit ihrer Beiträge gegen einen geringen Betrag von max. 7 Euro für mehr „Freunde“ sichtbar zu machen. Das Modell langweilt mich ein wenig. Sicher gibt es genug Berater und auch Unternehmen die in diese Form von Werbung investieren werden (bzw. sich beraten lassen in diese Form zu investieren), doch hätte ich an Stelle von Facebook einen völlig anderen Weg gewählt.

Wie wäre es denn, wenn man in Zukunft einen kleinen Beitrag von all denen genommen hätte, dich gerne die Postings von bestimmten Unternehmen, Marken oder auch Personen lesen möchten? Vielleicht mag dieser Schritt bei Unternehmen und Marken nicht ganz so einfach sein, weil dort einfach die notwendige Kompetenz fehlt um mit einem solchen „Absatzkanal“ sinnvoll umgehen zu können, aber bei bestimmten Personen wäre ich heute schon bereit einen kleinen Beitrag zu bezahlen, damit ich die oft wertvollen Beiträge lesen kann.

Schon klar, für viele von euch ist allein der Gedanke an ein solches Modell völlig absurd. Bezahlen ? Für Informationen im Internet ? ne ne … sollen mal die anderen machen, oder? Unsere konsequente Ignoranz gegenüber neuen Erlösmodellen – gerade für Informationen – im Internet ist unter anderem Grund dafür, dass wir uns nun mit einem möglichen Gesetz wie dem Leistungsschutzrecht beschäftigen müssen.

Ich bitte darum mich jetzt nicht falsch zu verstehen, ich bin kein Freund von plumpen Paid-Content etc Modellen. Es gilt in Zukunft herauszufinden, womit ein Leser einer Information diese am einfachsten bezahlen kann (wenn er denn möchte).

Es ist sicher denkbar, dass in Zukunft vielleicht sogar das Teilen eines Artikels als Währung empfunden werden könnte. Wer nicht genügend Reichweite bzw. Relevanz im Web hat um in der Form zu „bezahlen“, sollte nicht ausgeschlossen werden, aber es wäre sicher eine Alternative bei der alle Parteien leben könnten.

Wie bereits oben erwähnt. Das banale bezahlen dafür, dass irgendwer von meinen Freunden mein Postings evtl. sieht ist mir zu langweilig. Noch ein Vorschlag? Okay … gerne!

Wie wäre es, wenn ich dafür bezahlen könnte, dass ausgewählte Kontakte von mir auf Facebook auch wirklich ein Posting von mir zu sehen bekommen? Sehr schnell würden sich die Kontaktlisten bereinigen, aber es wäre sicher spannend zu sehen, wie sich eine solche Funktion auf die Interaktiviät auswirken würde.

 

2 Gedanken zu „Facebook – Sichtbarkeit erkaufen ist der falsche Ansatz

  1. also ich fände es besser, wenn man vielleicht 1-2 EUR/Dollar im Monat für werbefreie Facebook-Nutzung zahlen würde. Aber mit voller Sichtbarkeit usw. ohne Einschränkung. Sollte ja wohl genug Geld für Zuckerberg und Co. übrig bleiben 😉

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